1. Mannschaft | Bezirksliga | 25.04.15
Ausgangslage
Nichtabstiegsfeier oder Meisterfeier? Diese Frage wurde am letzten Spieltag der Saison '14/'15 beantwortet. Es stand nochmal das große Schlagerspiel auf dem Programm: wir reisten als Tabellenführer zum Tabellenzweiten, Saarlouis-Roden. Knapp 50 Zuschauer konnte das Aufstiegsendspiel in die Halle der Römerbergschule, bei Roden, locken. Der Sieger dieser Partie löst direkt das Ticket Richtung Landesliga, bei einer Punkteteilung wäre Bliesransbach, aufgrund des besseren Spielverhältnisses, der lachende Dritte. Das Hinspiel konnten wir mit 9:6 für uns entscheiden.
Die Gastgeber konnten in Bestbesetzung antreten. Die große Frage, die sich uns stellte: wen würden wir einsetzen? Aufgrund diverser Umstände mussten wir in der Rückrunde zwölf verschiedene Spieler einsetzen. Die Diskussion wurde bis zum Schluss herausgezögert. Letztlich entschieden wir uns für Christian S., Peter, Rainer, Eric, Christian K. und Tom. Da wir zufällig erfuhren, dass ein Oberschiedsrichter vor Ort sein würde, wollten wir für alle Eventualitäten gerüstet sein und baten Torsten S. uns zu begleiten. Es ist ihm nicht hoch genug anzurechnen, dass er, obwohl er nicht eingeplant war, doch mitgefahren ist.
Die Ruhe vor dem Sturm
Und Action
Nach starkem Beginn verlor unser Doppel Eins, Christian S./ Tom, die Konzentration und musste, trotz einer 2:0-Satzführung, noch über die volle Distanz gehen. Im Entscheidungssatz agierte man wieder sicherer und brachte uns in Führung. Peter/ Rainer konnte den Hinspielerfolg leider nicht wiederholen. Man verlor recht deutlich (0:3) und die Gastgeber konnten wieder ausgleichen. Unser Doppel Drei, Eric/ Christian K., behielt in den entscheidenden Phasen kühlen Kopf (3:0) und bescherte uns nach den Doppel eine 2:1 Führung.

Unser Doppel Eins, Christian S. und Tom (beim Tischtennis)

Unser Doppel Zwei, Peter und Rainer

Und last but not least unser Doppel Drei, Eric und Christian K.
Alles in der Reihe
Fast ein bisschen unbemerkt sammelte Christian S. den nächsten Punkt für uns ein (3:0). Peter agierte fahrig und leistete sich zu viele vermeidbare Fehler. Es reichte lediglich zu einem Satzgewinn (1:3). Die knappe Führung wurde verteidigt.

Unser vorderes Paarkreuz in Action: Peter (vorne) und Christian (hinten)
Das Momentum dreht sich
Eric fand gut in die Partie, lies sich aber mehr und mehr das Spiel des Gegners aufzwingen und musste sich letztlich mit 1:3 geschlagen geben. Rainer fand selten zu seinem Rythmus, der ihn in den letzten Wochen von Sieg zu Sieg eilen ließ. Auch hier hieß es am Ende: 1:3. Die Führung wechselte: 4:3 für Roden.

Am Einsatz lag es nicht: Eric

Rainer
Und wieder Licht am Ende des Tunnels
Tom zeigte ein bockstarke Leistung. Kaum Fehler und auf die Schläge seines Gegners hatte er fast immer die bessere Antwort parat (3:0). Christian K. musste sein ganzes Können aufbieten, um die gegnerische Nummer sechs in die Schranken zu weisen (3:1). Wir konnten uns nach der ersten Runde eine 5:4 Führung erspielen.

Noch im hinteren Paarkreuz unterwegs, Christian K.: Läuft...

Unser Gummimensch, Tom; Auch hier: Läuft...
Der Wendepunkt
Christian S. dominierte seinen Gegner zu Beginn des Spiels, wurde aber mit fortlaufender Dauer immer unsicherer. Am Ende gab er eine 2:0-Satzführung aus der Hand und musste sich schließlich mit 3:2 geschlagen geben. Auch Peter musste sich geschlagen geben (1:3): ein Mix aus der Stärke des Gegners und vermeidbaren Fehlern, ließ selten das Gefühl eines möglichen Sieges aufkommen. Wir lagen wieder mit 6:5 hinten.

Das Warten auf die göttliche Eingebung: Christian S.

Alles versucht, am Ende aber machtlos: Peter
Der Traum vom Aufstieg ist geplatzt
Im Duell der beiden 'Dreier' hatte Rainer alles versucht, war letztlich aber unterlegen (1:3). Bei Erics Einzel wurde es dann hitziger. Im Entscheidungssatz kam es zu ersten Diskussionen: Roden sieht den Ball an der Kante, wir nicht, der (zählende) Schiedsrichter hat nichts gesehen, lässt sich aber von seinem Vereinskollegen überzeugen und gibt den Punkt für Roden. Läppischer Kommentar des Oberschiedsrichters: der zählende Schiedsrichter entscheidet. Unsere Reaktion darauf viel vielleicht ein wenig heftig aus, aber als Spieler an der Platte hätte man den folgenden Aufschlag auch ins Netz schieben oder auch den Punkt wiederholen können. Es hätte die Situation sicherlich beruhigt. Zu allem Übel ging Satz und Spiel verloren. Der Aufstiegstraum war damit geplatzt. Roden baute die Führung auf 8:5 aus.
Ein Kolb ist nicht genug
Unsere beiden besten Männer blieben von alledem unbeeindruckt. Sowohl Christian K. (3:0), als auch Tom (3:1) hielten sich schadlos und konnten nochmal auf 7:8 verkürzen.
Großes Drama im Schlussdoppel
Christian S. und Tom durften noch einmal ran. Es sollte ein Punkt und damit zumindest der 2.Platz gesichert werden. Beim Stande von 1:1, 5:1 aus unserer Sicht überschlugen sich dann nochmal die Ereignisse: Mitten im Ballwechsel machte der Schiedsrichter auf sich aufmerksam und monierte einen vermeintlichen Fehlaufschlag von unserer Seite. Auf Gelächter unsererseits und verdutzten Blicken auf Rodener Seite folgten hitzige Diskussionen. Ende vom Lied: Schiedsrichter wurde auf unseren Wunsch hin ausgetauscht, Tom nahm sich eine gelbe Karte ab und ein paar Minuten später konnte es wieder weitergehen. Der Punkt war natürlich weg und wie wir (mal wieder) von unserem Oberschiedsrichter erfahren durften, entscheidet schliesslich der zählende Schiedsrichter. Unglücklicherweise zählte kein Saarbrücker. Auch hier hätte man von Rodener Seite den folgenden Ball ins Aus schieben können: geschah natürlich nicht. Die Stimmung war nun endgültig am Siedepunkt und jeder Punkt wurde von beiden Seiten frenetisch gefeiert. Nach verlorenem 3. Satz, kämpfte man sich nach Abwehr von Matchbällen bis in den Entscheidungssatz. Dort lief man von Anfang an einem Rückstand hinterher und konnte den schwachen Start nicht mehr ausgleichen: 2:3. Die 7:9-Niederlage war perfekt. Freude auf der einen, Trauer auf der anderen Seite.
Dank an die Zuschauer
Eine unfassbare Kulisse und zum Ende hin eine grandiose Stimmung. Ein Riesenkompliment an unsere Zuschauer, die den weiten Weg auf sich genommen haben und uns fantastisch unterstützt haben.
Oberschiedsrichter
An sich eine sehr gute Idee, aber teils agierte er doch etwas unglücklich. Mit klaren Ansagen hätte er die brenzligen Situationen schnell klären können. Aber mit der Ansage, dass der (zählende) Schiedsrichter entscheidet, befeuerte er die Diskussionen sogar noch. Zu Beginn dachten wir noch, er hätte seine Karten zuhause vergessen, aber während des Schlussdoppels muss er sie wieder gefunden haben. Mit der Frage (nach dem Schlussdoppel) an unseren Captain, 'warum wir so gekämpft hätten, wir hätten doch nicht mehr aufsteigen können', setzte er dem ganzen noch die Krone auf.
Ausblick Saison '15/ '16
Man fällt hin, um wieder aufzustehen. Auch nächstes Jahr wird man wieder eine konkurrenzfähige Mannschaft an den Start bringen, die im vorderen Drittel mitspielen wird. Mit Geislautern (Absteiger aus der Landesliga) und Lokalrivale ATSV Saarbrücken (Aufsteiger Kreisliga Südsaar) kommen zwei Mannschaft in die Klasse, die Vorne mitspielen werden. Aus dem Westsaarkreis ist die Mannschaft von Wallerfangen aufgestiegen.
